Vor den Drei Zinnen Blick nach Süden    
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Bergtour zu den Drei Zinnen - Parternkofel 2746 m

von Herbert Buchholz 2009



Drei Zinnen

Anfang Juli fuhren die Bergfreunde Carola, Birgit, Herbert, Jürgen, Lutz und Manfred zu einer Bergtour in die Sextener Dolomiten. Eine Woche lang wollten wir in der Auronzohütte in 2320 Meter Höhe übernachten und von dort aus Gebirgstouren unternehmen. Von Misurina gelangten wir über eine Mautstraße zu der Auronzohütte, was den Gepäcktransport erleichterte. Die Auronzohütte liegt direkt am Fuß der "Drei Zinnen" und ist nach dem 15 km entfernt im Tal liegenden Ort Auronzo benannt.

Der erste Anblick der "Drei Zinnen" beeindruckte uns sehr. Es sind drei gewaltige Felsformationen mit senkrechten Wänden, die nur von professionellen Bergsteigern bestiegen werden können. Unser Ziel war jedoch die Begehung gesicherter Klettersteige und Bergwanderwege in der Umgebung der "Drei Zinnen".


Kriegstunnel

1.Tag:
Die erste Tour führte zu der Drei-Zinnen-Hütte und zurück über den Innerkofler-Klettersteig. Ein Teil des Klettersteigs besteht aus Kriegstunneln des Ersten Weltkrieges. Wir waren erschüttert! Von 1915 bis 1917 befand sich hier die Gebirgsfront im Krieg zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Tausende Soldaten verloren damals bei Gefechten und durch Lawinen ihr Leben im Gebirge. Nach über 90 Jahren findet man immer noch viele hässliche Spuren des Ersten Weltkrieges in der so herrlichen Gebirgslandschaft.



Gipfel Toblinger Knoten

2.Tag: Am Toblinger Knoten
Am nächsten Tag folgte die Besteigung des 2746 m hohen Parternkofel. Ein besonderes Erlebnis war die anschließende Besteigung des 2617 m hohen Toblinger Knotens. Über gesicherte Eisenleitern ging es durch Kamine und ausgesetzte Wandstellen senkrecht hoch zu dem bizarren Gipfel, wo uns eine atemberaubende Aussicht auf die "Drei Zinnen" erwartete. Im Ersten Weltkrieg war der Gipfel ein Kommandoplatz für die Artillerie, wovon heute noch Teile der alten Holzleitern zeugen.

Cadinigruppe



3.Tag:
Der unter Bergfreunden berühmte Bonacossaweg führte uns am nächsten Tag durch die Cadinigruppe zu der Fonda Savio Hütte auf 2367 m. Der atemberaubende Weg verläuft an senkrechten Felswänden entlang und bietet herrliche Aussichten auf die bizarren Cadini-Bergspitzen, die auch im Sommer noch großflächige Schneefelder aufweisen.



Schützengraben auf dem Monte Piana

4.Tag:
Nicht besonders hoch mit 2324 m ist das Bergplateau des Monte Piana, unserem folgenden Tagesziel. Oben aber hat man rundherum eine tolle Sicht auf die herrlichen Bergmassive der Sextener Dolomiten. Von der dunklen Vergangenheit zeugt das Freilichtmuseum mit Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg, die sich über das gesamte Bergplateau hinziehen. Italiener und Österreicher lagen sich damals nur wenige Meter gegenüber. Beim Auf- und Abstieg zum Monte Piana geht man über blühende Wiesen und durch Gebirgswälder.





5.Tag:
Eine weitere Tagestour führte zu der kleinen Büllejochhütte auf 2528 m, weiter zur Zsigmondy Comici Hütte auf 2224 m und von dort hoch zur Zwölferscharte auf 2524 m. Beeindruckend ragt neben der Zwölferscharte der Zwöferkofel 3094 m in die Höhe. Zurück ging es wieder auf einem gesicherten Kriegssteig von 1915 zur Büllejochhütte. Nach einer Umrundung des Partenkofels kamen wir wieder bei der Auronzohütte an.


Nordseite der Drei Zinnen




6.Tag:
Am letzten Tag unternahmen wir noch eine leichte Tagestour über das Wildgrabenjoch unterhalb des 2825 m hohen Rautkofel zur Drei-Zinnen-Hütte, wo wir es uns zum Ausklang bei Apfelstrudel gut gehen ließen.






7.Tag = Heimfahrtstag
Eine Woche mit anstrengenden Touren und vielen schönen Bergerlebnissen war wie im Flug vergangen. Ein Dankeschön gilt Helmut Hofmann, der die Tourenplanung für die "Drei Zinnen" vorgenommen hatte. Schon werden wieder Ideen gesammelt, welche schöne Bergregion der Alpen wir 2010 besuchen wollen.